Sportkinesiologie

Der Bereich Sportkinesiologie beinhaltet Wissen aus verschiedenen kinesiologischen Richtungen. Die Anwendung im Sport zielt darauf ab, Potentiale des Sportlers zu öffnen und ihm Zugriff auf seine Reserven zu ermöglichen, an die mit herkömmlichen Trainingsmethoden nicht heranzukommen ist. Dies sowohl im körperlichen, energetischen, ernährungswissenschaftlichen als auch im mentalen Bereich. 

 

Muskeln, Organe, Sinnessysteme und deren aller Funktionalität stehen in untrennbarer Wechselbeziehung mit der Biochemie des Körpers, dem Energiefluß im Akupunkturmeridiansystem und unseren Emotionen. 

 

Beispielsweise im Zustand der Wut neigen wir dazu, die Fäuste zu ballen, mit dem Kiefer zu mahlen – die Muskulatur beginnt, einen zu hohen Tonus aufzuweisen. Gerät dies sehr heftig, dauert es sehr lange an oder kehrt es immer wieder, können einzelne Muskeln oder Muskelgruppen in diesem zu hohen Spannungszustand verbleiben. Verhärtungen, Verkrampfungen und einseitige Abweichungen in der Körperhaltung können die Folge sein. 

 

Dies kann weiterführen zu einer Minderung der Feinkoordination, einer Stagnierung in der Kraftentwicklung bestimmter Muskeln, Überbeanspruchung dieser Bereiche und Verletzungsanfälligkeit oder Schmerzen. 

 

Derselbe Kreislauf kann im Zustand der Angst/Unsicherheit entstehen. Die weichen Knie, die zittrige Hand mögen als sehr spektakuläre Erscheinungsformen davon gelten, wie Emotionen Muskeln in einen zu geringen Spannungszustand versetzen und damit ihre Funktionalität beeinflussen. 

 

Biochemisch lässt sich dies nachvollziehen, indem man beispielsweise eine dem Körper nicht unbedingt zuträgliche Substanz ( etwa mehrere Stück Würfelzucker) auf das Brustbein appliziert (über der Thymusdrüse) und nun eine hohe Kraftleistung, etwa Bankdrücken anstrebt. Zu einem sehr hohen Prozentsatz wird die Leistung ohne diesen biochemischen „Stressor“ besser ausfallen. Werden derartige abträgliche Substanzen vor Training oder Wettkampf gegessen oder getrunken, lässt sich erahnen, wie wir dadurch – unwissentlich – unser Leistungspotential mindern. 

 

Dasselbe gilt für den energetischen Bereich. In einem Raum mit grellem Neonlicht und unangenehmen Farben kann der Körper schwerlich dieselbe Leistung erbringen wie in einer Umgebung, in der er sich wohlfühlt. Diese Umweltreize beeinflussen unser energetisches System, es muß einen Teil seiner Energie dafür aufwenden, gegen diese Stressoren zu arbeiten – Energie, die dafür anderswo fehlt. 

 

Weitere Beispiele sind im Kapitel Grundlagen ausführlich dargelegt. 

 

Es gilt, in einer Bestandsaufnahme festzustellen, welche Systeme des Sportlers blockiert sind und die Leistung nicht optimal unterstützen (Ablauf). In einer kinesiologischen Balance werden diese Blockaden korrigiert und damit neue, bessere Voraussetzungen geschaffen. Die konkreten Anwendungsbereiche sind so vielfältig wie die Menschen selber. Ob bestimmte Bewegung nun leichter fallen oder gar erst jetzt möglich sind; ob Nahrungsmittel ausgetestet werden, die den Körper unterstützen bzw. deren Einnahme dem Körper abträglich sind; ob alte Glaubensmuster ins Bewusstsein gebracht und abgelöst werden, die bisher einen hemmenden Einfluß auf die Leistung ausüben konnten: Aufgabe der Sportkinesiologie ist es, den Sportler beim Erreichen seiner selbst gewählten Ziele zu unterstützen, durch Aufzeigen, Bewusstmachen und Korrigieren der Ursachen.

Muskelbalancen dienen u. a. dazu:

  • die Koordination und Körperhaltung zu verbessern
  • die Qualität des Sehens zu heben
  • die für die Sportart erforderlichen Sinnessysteme zu optimieren
  • eine Verbesserung der Beweglichkeit und des Zusammenspiels der Muskeln zu erreichen
  • den Energiefluss im Meridiansystem und der Muskulatur zu aktivieren
  • den Genesungsprozess nach Verletzungen zu unterstützen
  • Nahrungsmittel zu bestimmen, die sich günstig auf die Leistung und das Wohlbefinden auswirken

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