Kraft

Kraft hängt nicht allein vom Trainingszustand des Muskels ab. Damit eine Bewegung kraftvoll, dynamisch und präzise (Präzision) gelingt bedarf es unter anderem der koordinierten, fein aufeinander abgestimmten Zusammenarbeit von Muskelketten.

Oftmals finden sich bei Sportlern reaktive Muskelverhältnisse. Damit ein Muskel kontrahieren kann, müssen sich Gegenspieler entspannen können. Große Belastungen, Überbeanspruchungen, Stürze, Verletzungen (auch alte ausgeheilte) oder Operationen können dazu führen, daß dieses Wechselspiel nicht mehr richtig funktioniert. Reaktive Muskeln zeigen sich oft durch Zuckungen oder Muskelschmerzen. Auch Abweichungen in der Körperhaltung (z.B.: eine Schulter höher, Hände verschieden gedreht, Ohren nicht auf gleicher Höhe,....) können ein Hinweis darauf sein.

Ein Reaktor-Muskel überpowert und schwächt in der Regel einen oder mehrere seiner Gegenspieler und beeinflußt damit die Qualität der Bewegung und deren optimale kraftvolle Ausführung. In der Muskelbalance wird dies für den Sportler sehr gut spürbar und nachvollziehbar. Ein vielfach geäußertes Statement nach einer Korrektur ist, daß sich Bewegungen deutlich leichter und besser anfühlen (Referenzen)

Auch der biochemische Bereich hat seine Bedeutung für die Kraftentwicklung des Muskels. Manche Nahrungsmittel, Inhaltsstoffe und Substanzen (auch äußerliche wie Seifen, Waschmittel, Parfums etc.) schwächen einzelne Muskeln oder auch das Gesamtsystem. Dies zeigt sich dadurch, daß in Kontakt mit solchen Substanzen etliche Muskeln energetisch „abschalten“. Das bedeutet, daß der Körper ein Übermaß an Energie aufwenden muß, um diesem biochemischen Stressor entgegenzuwirken und das System so gut wie möglich in der Balance zu halten – Energie, die damit für andere Bereiche nicht mehr zur Verfügung steht.

In einer Balance kann nicht nur eine Aufstellung von individuell problematischen Substanzen ausgetestet sondern auch die Verträglichkeit dieser Substanzen verbessert werden. Darüber hinaus läßt sich eine sehr hilfreiche Aufstellung von unterstützenden Nahrungsmitteln austesten, deren Einnahme vor Training oder Wettkampf empfehlenswert - weil leistungsunterstützend - sind.

Auch die Wiederherstellung der Kraft, in der Rehabilitation ist ein Bereich, der kinesiologisch sehr effizient unterstützt werden kann. Nach Stürzen, Verletzungen, Operationen kann es vorkommen, daß Muskeln aus einem Selbstschutzmechanismus heraus „abschalten“, um noch größere Schäden zu vermeiden. Aus mancherlei Gründen kann es passieren, daß das System danach derart aus der Balance ist, daß diese Muskeln sich nicht von selbst wieder „einschalten“ und funktional integrieren können. Auch nach erfolgreicher medizinischer Rehabilitation bleiben oft geringe Bewegungseinschränkungen zurück, das Bewegungs- und Körpergefühl ist nicht mehr so harmonisch wie früher. Manchmal beklagen Sportler Schmerzen, für die es keine medizinische Ursache mehr gibt. Es gilt dabei zu bedenken, daß durch einen chirurgischen Eingriff zwar die Struktur wiederhergestellt werden kann, jedoch auch einem aktiven Energiefluß (Energie) in dieser Struktur das Augenmerk gelten muß – fehlt diese Energiezufuhr, fehlt dem Muskel auch die Kraft, um an seine frühere Leistung anzuschließen und sich optimal weiterzuentwickeln.

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