Visuelle Fähigkeiten

Die Ansteuerung des rechten Auges erfolgt über die linke Gehirnhälfte, die des linken Auges über die rechte Gehirnhälfte.

 

Der gesamte Winkel unseres visuellen Feldes beträgt ungefähr 180°. Der Blickwinkel eines jeden Auges beträgt ca. 120°. Die Überlappung beider Bereiche umfasst etwa 60° und wird als visuelles Mittelfeld bezeichnet.

 

Das gesamte Feld wird vom Gehirn in einen rechten, einen mittleren und einen linken Bereich geteilt. Die linke Gehirnhälfte ist aktiviert, wenn wir nach rechts schauen, wobei das rechte Auge die Bewegung führt. Die rechte Hemisphäre wird aktiviert, wenn wir nach links schauen.

Bewegt man die Augen vom äußeren Rand des linken Blickfeldes entlang einer waagrechten Linie zum äußeren Rand des rechten Blickfeldes, werden der Reihe nach die 3 Bereiche durchlaufen. Unser Gehirn setzt dabei zunächst seine rechte Hälfte ein, im Mittelbereich bedarf es der Zusammenarbeit beider, dann erfolgt ein Umschalten auf die linke Hälfte.

 

Ist einer der drei Bereiche nicht gut verfügbar, kann das Probleme für die Augenmuskelbewegung nach sich ziehen. Oft lässt sich dann ein „Rucken“ oder „Springen“ in der Augenfolgebewegung beobachten. Ist die Zusammenarbeit beider Hemisphären nicht gut ausgeprägt, erfolgt das Springen der Augen besonders beim Überqueren der Mittellinie.

 

Das Wissen um diese Vorgänge stammt u.a. aus der Gehirnforschung und der Lernpädagogik. Der Pädagoge Dr. Paul Dennison hat dies mit Erkenntnissen aus der Kinesiologie verknüpft, und damit ein sehr umfangreiches Gebiet erschlossen – die EDU-K (Educational Kinesiology). Diese hat zum Ziel, Ursachen für Lernblockaden zu erkennen, abzubauen und stressfreies Lernen zu ermöglichen.

 

Bei seiner Arbeit mit Kindern, die eine Lese-Rechtschreibschwäche aufwiesen, konnte Dennison Abhilfe schaffen, indem er die Integration der Augen verbesserte. Beim Lesen wandern die Augen der Zeile entlang vom linken über den mittleren in den rechten Bereich und wieder zurück. Ist einer der Bereiche nicht gut verfügbar,  speichern die Augen durch die ruckartige Bewegung nicht alle Informationen exakt ein. Lesefehler, Buchstaben- und Silbenauslassen, die Zeile verlieren oder das Nicht-Wiedergeben-können des Gelesenen sind dabei mögliche Folgen.

 

 

Quelle: Dr. Paul Dennison, „Befreite Bahnen“, ISBN: 3-924077-01-0

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