Integration der Gehirnhälften

Eine gute Integration der rechten und linken Gehirnhälfte ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches und leichtes Lernen. Integration bezieht sich hier auf die automatische, natürliche Zusammenarbeit beider Hemisphären: der intuitiven, kreativen, ganzheitlich arbeitenden rechten, gemeinsam mit der analytisch, logisch und Detail für Detail arbeitenden linken.

 

Prof. Dr. Roger Sperry vom California Institute of Technology erhielt 1981 den Nobelpreis für seine Forschungsarbeiten mit Split-Brain Patienten. Das sind Epileptiker, bei denen aus therapeutischen Gründen der Nervenstrang (corpus callosum), welcher rechte und linke Gehirnhälfte miteinander verbindet, durchtrennt wurde. Er konnte an diesen Menschen zeigen, dass beide Gehirnhälften spezielle Fähigkeiten haben und unterschiedliche Aufgaben erfüllen, über die die jeweils andere nicht verfügt. Das nennt man die „funktionale Asymmetrie“ unseres Gehirns.

 

Nur wenn beide Hemisphären gut miteinander arbeiten, können wir auf unser gesamtes Lernpotential zugreifen. Ist das nicht der Fall, greifen wir beim Herangehen an Lösungen zu sehr auf die Spezialisierungen der linken zu, sehen zu viele Details, können aber keinen Kontext zwischen diesen herstellen. Oder wir arbeiten zu sehr mit der rechten, die zwar mit einem Blick die Zusammenhänge versteht, aber keinen Zugriff auf die vielen Details hat.

 

Kinder, die mit dieser Problematik konfrontiert sind, haben in der Regel kein gutes Gleichgewicht und sind nicht sehr koordiniert, was ihre Körperbewegungen betrifft. Bälle zu fangen stellt sie meistens vor große Probleme, da auch die Zusammenarbeit von rechtem und linkem Auge eine Frage der Gehirnhälftenintegration ist.

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