Ablauf

1. Eingangsgespräch:

Gemeinsam mit dem Sportler wird die individuelle, sportartspezifische Problematik erörtert. 

 

2. Check:

Der Sportler durchläuft eine vorgegebene Abfolge von Bewegungsübungen. Das Beherrschen dieser Übungen erfordert bestimmte Bewegungsfertigkeiten, diese wiederum bauen auf diversen Teilleistungssystemen auf. Aus der Art der Lösung dieser Bewegungsaufgaben lässt sich – auch für die Sportler – gut erkennen, welche dieser Teilleistungssysteme nicht gut verfügbar sind, welche Bewegungen Schwierigkeiten bereiten. 

Kinesiologisches Muskeltesten ermöglicht ein weiteres Präzisieren der defizitären Bereiche und gewährt dem Sportler einen hintergründigeren Einblick in die Funktionen seines Körpers. 

 

3. Analyse:

In der Analyse erhält der Sportler eine Bestandsaufnahme über die Voraussetzungen, die er für seine Sportart mitbringt. In nochmaliger Bezugnahme auf das Eingangsgespräch läßt sich ein homogenes Bild zeichnen bezüglich seiner Fähigkeiten aber auch der ungenützten Potentiale und Reserven. Daraus ergeben sich verschiedene Lösungsansätze. 

Ziel: Gemeinsam wird eine Prioritätenliste der zu aktivierenden Teilbereiche erstellt und ein klares, präzises Ziel definiert. Damit das Erreichen eines gewählten Zieles eine hohe Erfolgschance hat, muß es bestimmte Kriterien erfüllen. Diese werden nun überprüft und optimiert, bis das beste Ziel für die nachfolgende Balance gefunden ist. 

 

4. Balance:

Eine kinesiologische Balance kann als spezielle Kommunikationsform mit der unterbewussten Körperintelligenz des Menschen angesehen werden. Der Kinesiologe stellt seine Techniken zur Verfügung, um bestimmte Sinnessysteme, Körpersysteme, energetische Systeme oder emotionale Muster herauszufordern. Der Testmuskel, der die Stressresistenz des Körpers auf diese Anforderungen repräsentiert, antwortet. 

Der Kinesiologe übt für etwa 2 Sekunden gleichmäßig starken Druck auf verschiedene, in ihrer Testposition genau definierten Muskeln aus. Die Antwort des Muskels wird nach ihrer Qualität bewertet: kann der Sportler mit Leichtigkeit dem Druck des Testers entgegenhalten, spricht man von einem „Einrasten“ oder „Verriegeln“ des Muskels. Das bedeutet, dass der Testmuskel vom Zentralnervensystem (ZNS) gut angesteuert wird und eine gleichzeitig gestellte Zusatzanforderung von den Systemen leicht ausgeglichen werden kann. 

Kann der Sportler dem Druck des Testers nicht entgegenhalten, bleibt dieses Einrasten aus, wird der Muskel „wegschmieren“. Man spricht von einem „Abschalten“ des Muskels, was bedeutet, dass die Zusatzanforderung nicht bewältigt werden kann. Das ZNS muß sich mit aller Aufmerksamkeit diesem Stressor zuwenden, viele Körpersysteme sind dadurch in hohem Maße gebunden, was zur Folge hat, dass der getestete Muskel nur mehr ungenügend angesteuert wird und damit auch nicht mehr gehalten werden kann. 

Auf dies Art zeigt der Körper, in welchen Bereichen Blockaden vorliegen, die einer Korrektur und Aktivierung bedürfen. Die Möglichkeiten und Techniken hierfür sind äußerst vielfältig. Ob neurolymphatische Zonen stimuliert, neurovaskuläre Punkte gehalten, Akupressurpunkte berührt, überenergetische Muskeln sediert, emotionale Stressabbautechniken zum Lösen visueller Blockaden oder spezielle Bewegungstechniken zum neurologischen Integrieren beider Gehirnhälften eingesetzt werden – das Ziel jeder Balance besteht immer darin, zuvor abgeschaltete Muskeln einzuschalten. 

Nur durch „Einrasten“ im abschließenden Test zeigt der Körper an, dass er die Korrektur angenommen hat und sich seine Reaktion auf die zuvor streßbesetzte Anforderung verändert hat. 

 

5. Aktivierungsprogramme und Bewegungsübungen:

Im Anschluß an die Balance kann es sein, dass die Sportler die hierbei aktivierten Systeme nun eine Zeitlang weiterhin trainieren müssen, um sie dauerhaft ins Gesamtsystem zu integrieren. Die dafür konzipierten Übungen überschreiten selten das Ausmaß von 10 Minuten täglich und sind in der Regel über einen Zeitraum von 3 – 4 Wochen durchzuführen. 

Die Statements vieler Sportler verschiedener Disziplinen unterstreichen, dass sich vielfach das Bewusstsein um die (noch) in uns schlummernden Fähigkeiten ändert. Sie haben Möglichkeiten erkannt, ihre Potentiale aus eigener Kraft zu öffnen. 

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Bewegungsakademie / Academia de Movimiento
Werner Elsner
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